Das „Hand in Hand“- Prinzip

Familienzentrum erneut zertifiziert/Schwerpunkt Beratung und Kommunikation

HEEK. 62 Seiten Evaluationsbogen – viel Arbeit haben die Verantwortlichen vom Familienzentrum „Hand in Hand“ in Heek in den Prozess gesteckt,

„Bestanden“: Zum zweiten Mal hat das Familienzentrum „Hand in Hand“ die Rezertifizierung erfolgreich absolviert. Bei der Übergabe der Dokumente im Kindergarten St. Ludgerus freuten sich mit den Kindern Pfarrer Josef Leyer, Verbundleiterin Christiane Hilbring und die Einrichtungsleiterinnen Monika Ogoniak, Christin Brunsmann, Marion Ratering, Christiane Brüggemann (hintere Reihe v. I.) sowie Einrichtungsleitung Anneliese Kramer und Koordinatorin FZ Susanna Paßlick (untere Reihe v. I.)den die Einrichtung hinter sich hat. Mit Erfolg: Glücklich konnten sie nun zum dritten Mal das Zertifikat zum „Familienzentrum“ entgegennehmen.

 

„Wir verfügen über die notwendige Nähe zu Kindern und Familien und können so passende Angebote an Elternabenden, Beratungsangeboten oder Eltern-Kind-Aktio- nen organisieren und anbieten“, erklärt Verbundleitung Christiane Hilbring in einer Mitteilung zur erfolgreichen Re-Zertifizierung.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat 2006 in einer Pilotphase mit einigen Kindergärten mit der Familienzentrumsarbeit begonnen. Viele Gütesiegelkriterien wurden geprüft und die ersten Familienzentren im Jahr 2007 zertifiziert. Noch im selben Jahr machten sich die Kindergärten St. Marien, St. Ludgerus und St. Johannes aus Heek auf den Weg, ein Familienzentrum zu werden. 2008 wurde das Familienzentrum „Hand in Hand“ dann vom Land erstmalig zertifiziert.

Alle vier Jahre muss seither eine Rezertifizierung folgen. 2012 wurden dabei die beiden Nienborger Kindergärten St. Peter und Paul sowie St. Franziskus ins Familienzentrum aufgenommen.

Knotenpunkt im Netzwerk

Ziel des Familienzentrums ist die Zusammenführung von Bildung, Erziehung und Betreuung als Aufgabe der Kindertageseinrichtungen mit Angeboten von Beratung und Hilfe für Familien. Die Förderung von Kindern und die Unterstützung der Familien sollen dabei Hand in Hand entwickelt und gestaltet werden. Hilbring: „Kindergärten werden damit zu Knotenpunkten eines familienunterstützenden Netzwerks in der Gemeinde.“

In dem 62-seitigen Evaluationsbogen sei es jetzt um insgesamt acht Bereiche gegangen (s. Infokasten). Im Heeker Familienzentrum liegen die Schwerpunkte der Arbeit vor allem bei Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien sowie Kommunikation.

„Konkret heißt das zum Beispiel, wir bieten schon für die Familien mit gerade geborenen Kindern zweimal im Monat ein Eltern-Baby-Cafe an.“ Kommunikation bedeutet vor allem Information: „Mit unseren Programmheften versuchen wir, viele Familien zu erreichen.“ Aktuell werde zudem die Homepage überarbeitet, sodass sie demnächst noch besser strukturiert sei.

Anregungen willkommen

Eingeladen zu den Angeboten sind immer auch Familien, die noch keine oder keine Kinder mehr im Kindergarten haben, betont Hilbring. „Auch Anregungen zu Elternabenden oder anderen Angeboten des Familienzentrums nehmen wir gerne entgegen.“

Acht Leistungsbereiche zählen zum Familienzen- trum: Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien, Familienbildung und Erziehungspartnerschaft, Kindertagespflege, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Sozialraumbezug, Kooperation und Organisation, Kommunikation, Leistungsentwicklung und Selbstevaluation.

Zusätzlich zum Kindergartenalltag gibt es Sprechzeiten von Erziehungsberatungsstelle und Ehe-, Familien- und Lebensberatung.

Kooperationspartner sind außerdem: Caritasberatungsstelle „Pflege und Gesundheit“, Katholisches Bildungswerk, GKF (Gesundheit für Kind und Familie, Ahaus), SKF, Sportvereine, Grundschulen und die Logopädie-Praxis Reichel

Das Programm fürs zweite Halbjahr ist in Druck und wird nächste Woche verteilt. Tagesaktuelle Infos über die Angebote gibt es in der Münsterland Zeitung.

Ansprechbar sind Pfarrer Josef Leyer von der Kirchengemeinde Heilig Kreuz als Träger der fünf Kindergärten sowie Verbundleitung Christiane Hilbring und Susanna Paßlick, Koordinatorin des Familienzentrums, Tel. (02568) 9351240 (Hilbring).